Der nackte Kaiser Max/Schauspiele Kauns

„Der nackte Kaiser Max“ von Ekkehard Schönwiese. In der Rückschau auf sein Leben reflektiert Kaiser Maximilian I. sein Leben in der Situation seines Ärgers darüber, dass am Ende seines Lebens sich die Stadt Innsbruck weigert, die Kosten der Übernachtung seines Trosses zu tragen, und selbst bei dieser Kleinigkeit von der Gnade der Firma Fugger abhängig zu sein. Der Zug des Kaisers, der Innsbruck keineswegs im „Triumphzug“, eher schon als Zug von Ritter mit traurigen Gestalten verlässt, kommt an Stationen, an Hall, Schwaz, Rattenberg und Kufstein vorbei, die ihn an unterschiedlichste Erlebnisse erinnern.
Das Stück bedient sich der theatralischen Erzähltechnik im Sinn der epischen Tradition, die Bert Brecht als „neues Volkstheater“ beschrieb. Eine experimentelle Besonderheit des Stückes besteht darin, dass der Kaiser als Rolle nicht vorkommt, sondern die Geschichte aus der Sicht und Reaktion von Figuren „aus dem Volk“ dargestellt wird.

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