Umkehr in der Heiligen Nacht

Im Jahresablauf von Vulmar Lovisoni

ID# 144-01
Verlag Kaiser
Akte 1
Dekorationen 1
Männer 3
Frauen 3
Kinder
Personen 6

Ebenfalls in einer Bauernstube führt ein „Weihnachtsspiel aus unseren Bergen“. Das Spiel erzählt die Geschichte des Sonnbichlbauern, der seinen Sohn zu Weihnachten vom Hof gejagt hat, weil er „so a Stadtlerin“, liebt. Der Bauer will den Hof nicht an seinen Sohn und die „Fremde“ übergeben. Die Aussicht, den Hof zu verkaufen und gemeinsam mit seiner Frau im „Altersheim“ zu leben, macht ihn uns seine Frau auch nicht glücklich. Ein Jahr später kommt es zu einer Versöhnung, als sein Sohn mit der inzwischen dreiköpfigen Familie an den Hof zurückkehrt Die Angst vor dem Alt-Werden, wird als kultureller Druck an die nächste Generation weitergegeben. Das Fremde wird als Bedrohung für die eigene Altersvorsorge empfunden. Durch eine Übergabe des Hofes wird die Stadtlerin zur Erbbäurin, verpflichtet sich jedoch auch, dafür die Altersvorsorge der Schwiegereltern zu übernehmen. Vulmar Lovisoni zählt mit seinen 24 Werken zu den Schlüsselfiguren der Tiroler Theaterszene. Mitte der Fünfziger Jahre schrieb er das Ritterdrama »Der Schurkische Kuno von Drachenfels« , das meistgespielte Stück Tirols.

„Bereits am 20.3.1976 wurde die 500ste Kuno-Vorstellung gegeben und 1995 die 1000ste. Bis heute haben allein die Inns­brucker Ritterspiele den »Kuno« über 1500 mal sterben lassen. Der Verein gab auch Gastspiele und machte diese Persi­flage auf die Ritterzeit weit über die Grenzen hinaus bekannt. Jeden Sommer stimmen viele Gäste aus nah und fern in den traditionellen Ruf »no a mol« ein. Die Aufführungen im Bierstindl sind eine Fremdenverkehrsattraktion, die ein Stück Volkskultur vermitteln.“

vgl.http://www.innsbruckerritterspiele.info/download/texte/aus_der_Geschichte_des_Kuno.doc Stand 02.03.2007